Praxis am Puls des Einsatzes: Die Bergungsgruppe des THW Ortsverbandes Unna-Schwerte widmete Mitte September einen Ausbildungsdienst dem Bewegen von Lasten. Als mobile Basis diente der Gerätekraftwagen (GKW) der 2. Bergungsgruppe – bestückt mit allem, was für schwere Rettungslagen zählt.
Die Übung orientierte sich an einem realistischen Szenario: Ein großes Betontrümmerteil musste senkrecht angehoben und mit Holzkreuzstapeln sicher unterbaut werden. Ziel war eine Rettungsöffnung, durch die nachrückende Kräfte mit der Schleifkorbtrage in einen dahinterliegenden Raum vordringen könnten.
Zum Einsatz kamen nacheinander die zentralen Rettungsmittel: der hydraulische Spreizer für präzise Anhebungen, Zahnstangenwinde und Hydraulikheber für kontrollierte Hubarbeit sowie pneumatische Hebekissen für fein dosierte Höhengewinne. Jede Hubbewegung wurde eng begleitet vom konsequenten Unterbau, um ein Verrutschen oder erneutes Herabfallen der angehobenen Last zu verhindern – Stabilität vor Tempo!
Im Vordergrund stand nicht nur die sichere Handhabung der Geräte, sondern vor allem die eigenständige Entscheidung der Helfenden: Welches Rettungsmittel passt zur Lage? Wo lässt sich ein tragfähiger Ansatzpunkt schaffen? Ergänzend wurden Kommunikation im Trupp, Absicherung der Arbeitszone und das strukturierte Vorgehen trainiert.
Eine besondere Note erhielt der Dienst durch die aktive Einbindung eines Junghelfers, der unter Anleitung Teilaufgaben übernahm – ein Gewinn für Motivation und Nachwuchsförderung.
Fazit: Ausbilder Noah Hinrichs zeigte sich sehr zufrieden. Die Ausbildungsziele wurden erreicht; die Gruppen entwickelten eigenständig tragfähige Lösungswege und nutzten die Rettungsmittel sicher und zweckmäßig. Mit dem Training ist die Bergungsgruppe für vergleichbare Lagen spürbar gefestigt.
Text: Noah Hinrichs







